31.
Jul
Mein erster Monat als Blogger

SEO, Tags, Bots, das richtige Foto-Equipment und warum die ganze Deko unserer Wohnung herhalten musste ...
In diesem Blogpost blicke ich mit euch auf mein erstes Monat als Beauty- und Lifestyle Blogger zurück, erzähle über Dinge mit denen ich konfrontiert wurde, die mich angetrieben, überrascht oder auch überfordert und zwischenzeitlich demotiviert haben.

Wie alles angefangen hat, habe ich ja in meinem ersten Blogpost bereist geschildert. Jetzt möchte ich auf das erste (für mich erfolgreiche) Monat zurückblicken.

„Eine schwierige Kundschaft“ – Wer, ich ?

Für meinen Webauftritt hatte ich große Unterstützung von meinem Mann, welcher eine Werbeagentur betreibt. (Schaut doch mal dort vorbei: www.pum4.at)
Es stellte sich, vor allem für meinen Mann heraus, dass ich keine so einfache Kundschaft war. Ich hingegen konnte mir das gut vorstellen. Ich hatte einfach schon eine genaue Vorstellung wie mein Blog aussehen sollte, konnte es aber nicht abwarten bis alle meine Wünsche abgearbeitet waren. Mir war einfach nicht gleich klar, dass nicht alles mit einem Klick erledigt werden konnte. Ich bin eben ein bisschen ein ungeduldiger Mensch (eventuell untertreibe ich hier etwas!) Nach unzählig durchgemachten Nächten voller kreativer, gemeinsamer Power, konnte meine Homepage, samt erstem Blogpost im Bereich Personal am 1. Juli 2017 online gehen.

Social Media, Bots, Tags und was ist eigentlich SEO?

Für meine Webseite musste mein Mann einiges von mir wissen. Unter anderem wollte er so nebenbei von mir eine Liste mit Meta-Tags. Ich so – was? Was sind bitte Meta-Tags? Ich kann es jetzt wahrscheinlich noch nicht richtig erklären, auf jeden Fall bekam er von mir eine Liste mit Wörtern die meinen Blog beschreiben. Durch diese Wörter soll es den Leuten leichter fallen mich per Google Suche zu finden.
Gut, aber wer sucht denn heute noch auf Google nach Blogs. Ich eher nicht! Ich suche mir meine Inspirationen über Social Media. Somit beschäftigte ich mich in den ersten paar Tagen auch mit diesem Thema. Eine Facebook-Seite, ein Instagram-Profil und ein Twitter-Account wurden erstellt. Es folgten Pinterest und Bloglovin’ – Seiten. Das Befüllen dieser Accounts mit den Infos über neue Posts auf meinem Blog nimmt mehr Zeit in Anspruch, als ich es vorher dachte. Wie mir mein Google Analytics Account allerdings zeigt, ist dies aber absolut notwendig um Leser auf meine Seite aufmerksam zu machen.

Somit sind wir schon bei einem etwas schwierigerem Thema. Das „Sammeln“ von Likes, Followern und Lesern ist harte Arbeit – das wusste ich bereits. Somit setzte ich vermehrt auf Recherche, begab mich in diverse Foren und FB-Gruppen zum Kontakte-Knüpfen mit anderen Bloggern oder eben zum Infos sammeln über die verschiedenen Social-Media Strategien. Ich erfuhr von Instagram-Bots, welche meine Zu- und Abgänge von Followern erklärten. Ich befasst mich mit dem richtigen Zeitpunkt für das Posten von Inhalten (Instagram-Statistiken), lernte über die Möglichkeiten mit Insta-Stories mehr Follower zu bekommen und erkannte wie wichtig die richtigen Hashtags sind. Ich erfuhr, dass neben Instagram auch Pinterest, wenn richtig genutzt, für mehr Traffic auf meinem Blog, sorgen kann. Pinterest wird jedoch ganz anders bedient als Instagram, hier steckt ebenfalls eine eigene Strategie dahinter, welche es gilt zu durchschauen, zu erlernen aber vorallem auch umzusetzen. Einzelne Erfolge konnte ich erzielen, ich bin aber weit von einem sogenannten Micro-Influencer (ab 1000 Followeren) entfernt. Geduld ist eben etwas von dem ich zu wenig habe, Blogger-Anfänger aber genug brauchen!

   
 

Mein manchmal nervender Perfektionismus

Für mich kommen sogenannte „Stock-Images“ nicht in Frage. Deshalb habe ich noch vor Start meiner Webseite meine geliebte Canon EOS 60D ausgepackt und begonnen die Bilder für die Startseite und die Kategorien meines Blogs zu fotografieren. Schwierig bei dem Licht in unserer Wohnung, weshalb ich auch keine Stunde später das Stativ sowie den Selbstauslöser herausholte! Als Motive für die ersten, aber meiner Meinung nach, sehr wichtigen Fotos musste die halbe Wohnungsdekoration herhalten. Ich wusste gar nicht, dass so viele passende Dinge in unserer Wohnung zu finden waren. Auch für die ersten Reviews über Makeup und Beautyprodukte schoss ich unzählige Bilder in nur wenigen Tagen. Als ich einigermaßen zufrieden war, wurden diese dann in den Programmen Lightroom und Photoshop bearbeitet. Gut, dass ich mit diesen Programmen bereits ein kleines Bisschen Erfahrung durch meine Leidenschaft für Landschaftsfotographie bei unseren Reisen sammeln konnte.
Bald stellte ich fest, dass ich nicht immer auf das perfekte Licht warten konnte, somit kaufte ich kurzerhand eine Softbox auf Amazon, um meine Bilder noch besser auszuleuchten. Mittlerweile habe ich auch schon auf den neueren Bildern mein Wasserzeichen integriert, schließlich sollte man sich ja auch in dieser Hinsicht etwas absichern, damit die Bilder nicht „Füße bekommen“.
Nach so ca. 10 Blogpostings wurde mir der eine Hintergrund (nämlich der Rest unserer Küchen – Wand – Tapete) sowie die Deko unserer Wohnung zu wenig abwechslungsreich. Deshalb plünderten meine Mama und ich, nach ca. zweiwöchigem Bestehen meines Blogs, den nächsten Ikea. Dass in einen Blog auch etwas an Geld wandert, wurde mir spätestens ab diesem Zeitpunkt klar.

Investition in meinen Blog oder doch meine Kosmetiksammlung?

Ich habe natürlich nicht nur in die Deko für meine Bilder oder meine Fotoausrüstung investiert. Nein! Auf einmal schien mir meine, doch schon sehr ausgeprägte Kosmetiksammlung nicht so facettenreich, wie die der anderen Blogger. Ich wollte ja auch schließlich bei den neueren Trends oder eben bekannten Kosmetik-Marken mitreden können. Man kann diese Makeup-Hauls jetzt entweder als Investition in meinen Blog sehen oder als Investition in meine Kosmetiksammlung. Je nachdem. Beim Informieren über derzeitige Trends und dem Überlegen was ich denn an Makeup-Produkten immer schon haben wollte, entstanden lange Wunschlisten mit ganz viel Blogpost-Potential, gleichzeitig aber auch das absolute Potential des Ausschöpfens meines Kreditkarten-Rahmens (auch hier übertreibe ich natürlich etwas).
Auf einen schönen und günstigen Beauty-Tipp bin ich aber auch gestoßen. Sogenannte Beauty-Boxen von diversen Drogerie-Marken sind günstig und für Sammler und Tester wie mich echt rentabel. Für wenige Euro bekommt man so bereits ein paar neue Produkte zum Testen und Verlieben. Hierfür muss man aber auch die Zeit investieren, nämlich die genau zum richtigen Zeitpunkt vor dem Laptop zu sitzen und eine der begehrten Boxen zu ergattern.

Zeit – Wie viel Zeit steckt in so einem Blog?

Auch das Thema Zeit habe ich unterschätzt! Aber gut, dass ich in den letzten vier Wochen meiner Schwangerschaft auch genügend davon zur Verfügung hatte. In das Informieren, Fotografieren, Konzept-Erstellen und Schreiben wandern manchmal ganze Tage (und oder Nächte) an Arbeit. Das Schreiben eines Artikels erstreckt sich bei mir über das erste Brainstorming, den ersten Entwurf bis zum Feinschliff. Es kann also schon mal sein, dass ich den Text drei oder viermal über den Haufen werfe, bis er online geht. Auch ist es mir bereits passiert, dass ich den ganzen Vormittag mit dem Fotografieren für die nächsten drei oder vier Posts verbracht habe. Mittlerweile mache ich auch eigene Fotos für Instagram, um hier einen besseren Feed und somit mehr Follower zu bekommen. Auch das Vernetzen mit anderen Bloggern sowie das Informieren über die bereits erwähnten Themen ist bei mir manches mal Abendfüllend, Netflix hat zur Zeit Pause. Das Gute daran: es macht mir so viel Spaß! Das Schreiben, aber vor allem das Fotografieren liegen mir sehr am Herzen. Mal schauen, wie viel Zeit ich in Zukunft für meine Blogpostings haben werde. Gut, dass ich bereits einige im voraus entworfen habe, die warten nur mehr drauf online zu gehen .


Affiliate-WAS? Kooperationen, MediaKit, AGB?

Affiliate Links war einer der Begriffe der mir als erstes untergekommen ist. Als ich mich durch andere Blogs gelesen hatte, kam mir dieses Wort immer wieder unter und ich musste es erstmal googeln. So kam ich überhaupt auch erst zu dem Wissen, dass manche Menschen mit dem Bloggen richtig gutes Geld verdienen. Das war am Anfang nie ein Beweggrund für mich, ich habe begonnen zu bloggen, weil ich einfach meine Gedanken festhalten wollte. Ich schob diese Affiliate-Links also wieder beiseite, vielleicht würde ich später einmal davon Gebrauch nehmen.
Und von heute auf morgen war ich mit dem Thema Geld verdienen mit dem eigenen Blog konfrontiert. Es flatterte nämlich bereits eine Woche nachdem ich mit dem Bloggen begonnen hatte die erste Kooperationsanfrage eines Unternehmens herein. In den nächsten Tagen folgten Nummer zwei, drei und vier. Aus heiterem Himmel musste ich mir also Gedanken darüber machen ob ich für solche Kooperationen als Bloggerin zur Verfügung stand.
Also wieder ab in eine meiner meiner bereits bekannten FB-Gruppe und mal nachfragen.

Ich erkannte, dass dies ein heiß diskutiertes Thema unter den Bloggern war. Und ich verstand die verschiedenen Ansichten und Argumente: die Freude über gratis Produkte, Angebote welche nicht zum Blog passen, manche fühlten sich ausgenutzt, als Medium missbraucht, nicht gerecht entlohnt usw. andere wieder bloggen genau aus solchen Gründen und lassen sich für Werbung bezahlen. Ich habe mich dann sehr ausgiebig mit diesem Thema befasst und für mich beschlossen, dass ich grundsätzlich offen für Kooperationsanfragen sein möchte. Ich freue mich schließlich, wenn Unternehmen glauben, dass ich mit meinem Blog Leser begeistern und erreichen kann. Ich habe mir aber aus meiner Recherche zu dem Thema folgende wichtige Punkte mitgenommen:

Ich möchte mir selbst und meinen Interessen treu bleiben. Ich möchte über das bloggen, was mir gefällt, mich beschäftigt und weiterhin meine eigene Meinung auf meinem Blog schreiben können, unbeeinflusst davon ob mir jemand etwas geschenkt oder mich sogar bezahlt hat. Ich stecke viel Arbeit in meine Blogpostings und auch wenn ich noch nicht viele Leser habe, denke ich, ist meine Arbeit auch etwas wert. Bei Kooperationen gehört dieser Wert einfach für beide Parteien richtig ausgemacht und abgesprochen. Aus diesem Grund bin ich dem Anraten vieler hilfreicher, bereits erfolgreicher Blogger gefolgt und habe ein Media Kit erstellt sowie AGB festgelegt. Da ich auf Kooperationen nicht angewiesen bin, genieße ich den Luxus und die Freude aus den mir gesendeten auswählen zu können.

Ich freue mich über das durchaus positive Feedback, dass ich in diesem ersten Monat bereits erhalten habe ebenso wie auch darüber, dass mir vielleicht ein so mancher Leser auch in den kommenden Monaten erhalten bleibt!


Kommentar:


#1 von Christina 01.08.2017 - 13:35
email homepage IP: *zensur*

Wunderbar geschrieben! Ich selbst habe auch einen sehr jungen Blog und weiss daher wie viel Liebe zum Detail und Herzblut darin stecken kann. Das freut mich zu lesen dass du damit schon so durchstartest, wenn das Hobby anklang findet macht es umso mehr Spaß! Auch deine Einstellung zu den Kooperstionen finde ich klasse. Alles was zu einem selbst passt, was man selbst vertreten kann und möchte. Daumen hoch ubd weiter so.

Ganz liebe Grüße!





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